Über uns

HolzmarktDorf-1024x392Unsere Vision

Der Holzmarkt ist für uns nicht nur eine Straße in Berlin mit bewegter Geschichte. Im Namen sehen wir Zukunft und Programm. Auf dem Holzmarkt denken wir Natur, Wirtschaft und Kultur zusammen. Wir öffnen und schaffen Räume für Kreativität zum Leben und zum Arbeiten. Dort wo heute noch die Narbe zwischen Ost und West sichtbar ist, soll ein lebendiger Kiez entstehen, der Friedrichshain, Kreuzberg und Mitte verbindet. Keine Mauer, kein Zaun versperrt mehr den Blick zur Spree. Der Holzmarkt wird Menschen aus Berlin und der Welt anziehen, erfreuen, inspirieren und zusammenbringen.
Sie finden Ruhe und Spaß, Arbeit und Unterhaltung, können mitgestalten und genießen. Nachhaltigkeit und Wandel sind für uns kein Widerspruch. Wir erzeugen ein Spannungsfeld zwischen moderner Architektur und einem Holzmarkt im Sinne des Wortes. Neue Technologien und Handwerk befruchten sich. Der Holzmarkt lässt Platz für Neues, verharrt nicht statisch. Wir wollen Werte schöpfen, experimentieren, lernen an einem einzigartigen, lebenswerten Ort.

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Mediaspree vs. Spreeufer für Alle – Projekthintergrund

Uferlagen in Städten sind ein begehrtes Gut. Auf ihnen wird nicht selten der Interessenskonflikt zwischen einem kapitalgetriebenen Immobilienmarkt und öffentlichen Bedürfnissen ausgetragen. So auch entlang des Spreeufers in Friedrichshain-Kreuzberg, das in den letzten Jahren zu einem der am heißest umkämpften Bauflächen Berlins wurde. Mit der Vision, Berlin würde sich nach der Wende 1989 zum Dreh- und Angelpunkt für die Wirtschaft in West- und Osteuropa entwickeln und unterstützt durch eine neoliberale Stadtentwicklungspolitik wurde in den 1990er Jahren das Investorengroßprojekt „media spree“ ins Leben gerufen.
Unter diesem Label entstanden in den darauffolgenden Jahren an den Spreeufern zwischen Jannowitz- und Elsenbrücke, entlang der ehemaligen Berliner Mauer, auf un- oder zwischengenutzten Grundstücken überwiegend Büroflächen und Firmenzentralen, aber auch Luxuslofts, Hotels und Mehrzweckhallen. Der Widerstand gegen diese dichte und leblose Bebauung des Ufers organisierte sich und hatte seinen zwischenzeitlichen Höhepunkt im Jahre 2008, als 87% der abstimmenden Bevölkerung aus Friedrichshain – Kreuzberg den Bürgerentscheid „Spreeufer für Alle“ unterstützen.

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Planung und Freiräume auf dem Holzmarkt

Die Holzmarkt-Genossenschaft nimmt den Bürgerentscheid ernst und geht noch einen Schritt weiter. Anstatt einer geradlinigen Flusspromenade, schaffen wir Freiräume, die zum entdecken und verweilen einladen. Und zwar auf dem ganzen Gelände. Blickbeziehungen von der Holzmarktstraße ziehen Fußgänger und Radfahrer in das Gelände hinein zum Wasser. Den barrierefreien Uferwanderweg ergänzen wir durch spannungsreiche Plätze, Nischen und Pfade, die in das Dorf mit seiner niedrige Bebauungsdichte und kleinteiligen Nutzungs- und Nutzerstruktur hineinführen.
Sogar die Dorfdächer sind begehbar. Hier führt ein „Bergwanderweg“ über Hallen und Hütten, öffnet Terrassen und weitet den Blick. An der Uferkante integriert sich wellenförmig das Restaurant in die Landschaft. Auf der Parkfläche über den Köpfen der Gäste kann gepicknickt und geknutscht werden. Zwischen dem Restaurant und dem, an das S-Bahn-Viadukt herangebauten Club, entsteht ein Aus- und Einstieg für Biber, Otter und Enten und damit ein Rastplatz für Tier und Mensch.

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Das Modell Holzmarkt

Die Vision des Holzmarktes spiegelt sich auch in seinem Gesellschaftsmodell. Im genossenschaftlichen Verbund und Mörchenpark eV. sichern wir den kreativen Freiraum und bieten interessierten Bürger und Unterstützer mit dem Mörchenpark Forum und Stimme. Die Investoren sammeln Kompetenz und Kapital in der Genossenschaft für urbane Kreativität (GuK).
Als Partner wurde die Schweizer „Stiftung Abendrot“ gewonnen. Als nachhaltige Pensionskasse legt sie die ihr anvertrauten Vorsorgegelder nach ethischen, ökologischen und sozialen Kriterien an. Sie hat das Holzmarkt-Areal im Oktober 2012 in einem Bieterverfahren erworben. Die Holzmarkt-Genossenschaft übernimmt einen Teil des Grundstücks in Erbpacht.

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130211_bestnd_fisheye-1024x392Unsere Aufgaben

Die Holzmarkt-Genossenschaft entwickelt den Holzmarkt als Quartier. Wir gestalten einen langfristig lebendigen Ort, in dem wir Strukturen schaffen, die Wandel, Kleinteiligkeit und Nachhaltigkeit fördern. Aufbauend, auf unserer Erfahrungen mit Zwischennutzungen, wird der Holzmarkt natürlich wachsen und sich verändern können. Bewegung unterstützen wir mit zeitlich befristeten Miet- und Pachtverträgen im Dorf. Ganz im Sinne des Namens, soll der Holzmarkt zu einem sich stetig wandelnden Markt werden, an dem Platz für Neues ist und sich junge Talente etablieren können.
Der Holzmarkt sieht sich als Sprungbrett zum selbständigen Erfolg der Mieter. Einer Expansion einzelner Mieter in den Holzmarkt hinein wirken wir jedoch entgegen, indem wir den Raum pro Nutzer limitieren. Wir setzten Grenzen um die Nutzervielfalt zu fördern. Nachhaltigkeit hat für uns einen wirtschaftlichen Nutzen. Unsere Prämisse ist es, dass Infrastruktur und Services von möglichst Vielen genutzt werden, das spart Ressourcen in jeder Hinsicht.