Im Schatten der Welle - Lesung beim Wintermarkt

Ein Roman über Verlust, Verrat und Korruption, geschildert aus der Perspektive einer Deutsch-Indonesierin. Von Andie Arndt.

Das Buch:
Die Journalistin Herlina deckt auf einer kleinen indonesischen Insel einen Korruptionsskandal auf und enthüllt dabei das Geheimnis ihrer Mutter, die im Tsunami umkam.

Hintergrund:
Am 26. Dezember 2004 ereignete sich in Südostasien der verheerende Tsunami, der viele tausend Menschen das Leben kostete. In der westlichen Welt gedenkt man vor allem der Touristen, die in der Welle den Tod fanden. Doch wer erinnert an die einheimischen Opfer? „Im Schatten der Welle” soll diesen Menschen eine Stimme geben.
In der indonesischen Politik konzentriert sich die Klimadiskussion auf die Gefahren des Flächenverlusts durch den steigenden Meeresspiegel. Der Roman beleuchtet ökologische und wirtschaftliche Zusammenhänge, wonach die Trinkwasserknappheit für die Inseln das wesentlich dringendere Problem darstellt.

Berlin liegt am Meer

Irene Moessinger liest aus ihrem Buch

Vor über 30 Jahren stellte sie ein wildbuntes Zirkuszelt
direkt an die Mauer, jetzt hat sie ihr abenteuerliches Leben aufgeschrieben.

Berlin, das ist und war immer schon ein Sehnsuchtsort. Wer Kunst machen, sich ausprobieren will, den zieht es dorthin. Freiheitsliebe prägt die Stadt, die Lust am Experiment. Und: Herausragende Menschen, die diesen Geist in sich tragen.
In den 80er Jahren hatte die junge Abenteuerin Irene Moessinger die geniale Idee, mit einem unverhofften Erbe ein altes Zirkuszelt zu kaufen, es in die Sandwüste des Potsdamer Platzes zu stellen und daraus gemeinsam mit Freunden das Tempodrom zu machen. Junge Künstler wie Nina Hagen, Einstürzende Neubauten, Die Ärzte, Westbam, die 3 Tornados, Meret Becker probierten hier, oft zum ersten Mal, ihre Sachen aus und ließen nicht nur die Berliner durch ein schillernd-krachendes Universum fliegen. Ein einzigartiges Kunstlaboratorium hatte das Licht der Welt erblickt, in das Wim Wenders seinen Engel gewiss nicht ohne Grund hineinsegeln ließ.

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Nassehi: Für welches Problem ist Digitalisierung eine Lösung?

Die digitale Technologie hat in nur wenigen Jahren die Welt revolutioniert: unsere Beziehungen, unsere Arbeit und sogar das Ergebnis von Wahlen – alles scheint völlig anderen Regeln zu folgen. Der Soziologe Armin Nassehi geht von einer techniksoziologischen Intuition aus: Eine bestimmte Technologie kann nur erfolgreich sein, wenn sie ein grundlegendes Problem löst. Wenn es der Digitalisierung also gelingt, solches Veränderungspotential zu entfalten, muss die Frage gestellt werden: „Für welches Problem ist die Digitalisierung eine Lösung?“ Die Antwort wird unter anderem darauf hinweisen, dass die moderne Gesellschaft schon vor der Computertechnologie auf eine eigentümliche Weise „digital“ genannt werden kann.

🆓 Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich
➡️ https://www.hiig.de/events/armin-nassehi-digitale-gesellschaft/

ARMIN NASSEHI:
Für welches Problem ist die Digitalisierung eine Lösung?
28. August 2019 | Beginn: 19:00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr

Die Vorlesung – moderiert von Tobi Müller – wird auf Deutsch gehalten und auf Englisch simultanübersetzt.
Zusätzlich zum Livestream veröffentlichen wir nach der Veranstaltung eine Videoaufnahme.

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