Über den Holzmarkt

Holzmarkt 25 – Ein neues Quartier für Berlin

Wer wir sind und was wir wollen

Wir sind der Holzmarkt25. Als genossenschaftlicher Verbund gestalten wir ein Quartier an der Spree. Wir schaffen einen Ort, der anders bleibt: Ein offenes Ufer mit urbanem Dorf, in der Mitte ein Marktplatz im besten Sinne. Hier gibt es Arbeit und Muße, Austausch und Debatte, Spaß und Ruhe. Der Holzmarkt ist ein Ort für Menschen aus der Nachbarschaft und aus der ganzen Welt. Lebendig, grün und kreativ – nie fertig, stets im Werden.

Wir wollen Kultur und Kunst einen Raum im Herzen der Stadt geben, Netzwerke spannen und Gemeinschaft stärken. Dabei sind Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit für uns kein Widerspruch, sondern untrennbar miteinander verbunden.


Der Ort

Vor 300 Jahren ein Marktplatz für den Holzhandel, heute Versuchslabor für alternative Stadtentwicklung.
Zwischendurch Gaswerk, Mülldeponie, Brache und Technoclub. Dieser Ort hat viel gesehen.

Gelegen an der Narbe zwischen Ost- und West, wurde er von einer urbanen Leerstelle zu einem umkämpften Stück Stadt. Seit 2017 schreiben wir an seinem aktuellsten Kapitel: dem Holzmarkt als neuem Quartier an der Spree.

Die Stadt

Es waren urbane Leerstellen wie hier an der Holzmarktstraße, die Berlin nach dem Mauerfall den Raum für ein neues Selbstverständnis gaben.
Nicht Stadtplanung von oben, sondern kreative Pioniere eigneten ihn sich an. Das Zauberwort: Zwischennutzung!
Von 2004-2012 stand hier die Bar25 – ein Kulminationspunkt der Berliner Technoszene.

Doch Uferlagen in Städten sind ein begehrtes Gut. Auf ihnen wird nicht selten der Interessenskonflikt zwischen einem kapitalgetriebenen Immobilienmarkt und öffentlichen Bedürfnissen ausgetragen. Mit dem Projekt „Mediaspree“ sollte das Flußufer ein Paradebeispiel für Privatisierung und Verdrängung durch Top-Down Stadtplanung werden. Doch gegen die Stadt der Großinvestoren formierte sich Widerstand. Ein erfolgreicher Bürgerentscheid aus 2008, der die Uferprivatisierung verhindern sollte, blieb am Ende leider weitgehend wirkungslos, weil baurechtlich bereits Fakten geschaffen wurden. Der Bürgerentscheid setzte aber ein enorm wichtiges Zeichen. Seinem Slogan sehen wir uns verpflichtet: Spreeufer für Alle!

Und wir

Wir kommen aus einer Kultur der Zwischennutzung. Der Holzmarkt ist ein Versuch, die temporäre Aneignung von Räumen – die in Berlin eine lange Tradition hat – in eine neue Dauerhaftigkeit zu überführen. Gekommen um zu bleiben, aber anders.

Ein urbanes Dorf, offen zur Stadt, kleinteilig und grün – das ist unsere Antwort auf Mediaspree. Eine Stadtentwicklung, die weder von der Immobilienwirtschaft noch durch städtische Planung von „oben“ bestimmt ist. Eigene, gemeinschaftliche Initiative, die einen Mehrwert für unsere Stadt schaffen soll. Das ist unser Selbstverständnis.

Gemeinsam mit unseren Partnern, der Genossenschaft für Urbane Kreativität (GuK eG), der Stiftung Abendrot und der Umweltbank setzen wir es um.
 

Mehr zur Holzmarktgeschichte?


Was ist und was kommt

Städtebauliche Bestandsaufnahme Holzmarkt und Umfeld 2019

Unser Ausgangspunkt. Die städtebauliche Situation um den Holzmarkt

http://holzmarkt.com/bestandsaufnahme.pdf  (große Datei, dauert n Weilchen, lohnt sich aber)

Die einst temporäre Kulturnutzung, aus der wir kommen, in eine nachhaltige Quartiersentwicklung zu überführen, ist ein Prozess, der immer wieder Verhandlung und Abwägung erfordert. Um hierfür eine objektive und wissenschaftliche Grundlage zu haben, baten wir im Sommer 2019 das Architekturbüro O-PS darum, eine ausführliche städtebauliche Bestandsaufnahme für das Holzmarktgrundstück und die umliegende Nachbarschaft zu verfassen. Hier steht sie zur freien Einsicht.

Das Holzmarktkonzept

Ein Konzept zur Sicherung der Öffentlichkeit an der Spree

http://holzmarkt.com/plan.pdf

Gemeinsam mit dem renommierten Stadtplanungsbüro „urban affairs“ und in Abstimmung mit dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg haben wir im Jahr 2019 ein umfassendes Holzmarktkonzept vorgelegt, mit dem Ziel die Öffentlichkeit an der Spree zu erhalten.

Das Spreeufer jederzeit und ohne Beschränkungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist ein Leitgedanke unseres Projektes. Große Teile unseres Grundstücks haben wir deshalb der Öffentlichkeit gewidmet. Nutzungs- und Lärmkonflikte bleiben dabei leider nicht aus. Wir wollen aber versuchen, sie bestmöglich zu moderieren, statt die einschränkungslose Zugänglichkeit des Ufers aufzugeben. Das vorliegende Konzept ist hierfür ein zentraler Baustein. Es zeigt, welche vielfältigen Maßnahmen die Genossenschaft bereits getroffen hat und benennt gleichzeitig mögliche Ansätze, die wir in der Zukunft weiter verfolgen wollen.